Ratgeber · Lokale Sichtbarkeit

Google-Unternehmensprofil einrichten und optimieren: Anleitung für lokale Unternehmen.

Ein Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und bringt Ihren Betrieb in die Google Suche und auf Google Maps. Sie legen es unter business.google.com/create an, bestätigen es und ergänzen eine präzise Kategorie, Beschreibung, Fotos, Leistungen und Öffnungszeiten. Danach halten Beiträge und echte Bewertungen das Profil aktuell.

Felix Kröger, Inhaber von Kernflow Von Felix Kröger, Kernflow Osnabrück Stand: Oktober 2026Lesezeit ca. 8 Min.

Kurz gesagt

Die Antwort in drei Sätzen

Laut Google sind die Erstellung eines Unternehmensprofils und die Präsentation Ihres Eintrags auf Google kostenlos. Sichtbar wird das Profil erst, wenn Sie es bestätigt haben, die Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage. Danach zählen korrekte Angaben, wenige präzise Kategorien, echte Fotos und Bewertungen, für die es keine Gegenleistung gibt.

Diese Anleitung folgt den Hilfeseiten von Google, Stand Oktober 2026. Google ändert Menüs und Funktionen regelmäßig. Jeder Schritt verlinkt deshalb auf die passende Hilfeseite, dort steht der aktuelle Stand.

Vorher bereitlegen: ein Google-Konto, am besten mit Ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse, den exakten Namen Ihres Betriebs, Adresse oder Einzugsgebiet, eine Telefonnummer, Ihre Website, Öffnungszeiten, Logo und ein paar gute Fotos. Verwenden Sie überall dieselbe Schreibweise wie auf Ihrer Website.

Schritt 1: Profil anlegen

  1. Im Google-Konto anmelden und business.google.com/create öffnen.
  2. Den Namen des Unternehmens eingeben. Ist es schon von jemand anderem bestätigt, können Sie die Inhaberschaft beantragen.
  3. Die Unternehmenskategorie suchen und auswählen.
  4. Angeben, ob Kunden Sie an einem Standort besuchen können. Wenn ja, Adresse eingeben oder auf der Karte markieren.
  5. Das Einzugsgebiet festlegen: Städte, Postleitzahlen oder Gebiete, maximal 20.
  6. Telefonnummer und Website eintragen, dann eine Bestätigungsoption wählen.

Kommen Kunden nicht zu Ihnen, etwa bei Handwerkern, die von zu Hause aus arbeiten, blenden Sie die Adresse aus und zeigen nur das Einzugsgebiet. Dessen Grenzen sollten laut Google nicht mehr als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt sein. Legen Sie nur ein Profil pro Unternehmen an. Mehrere Profile für dasselbe Unternehmen in derselben Region können zur Sperrung des Kontos führen, ein angemietetes „virtuelles Büro“ ist als Adresse nicht zulässig.

Schritt 2: Unternehmen bestätigen

Mit der Bestätigung übernehmen Sie die Inhaberschaft. Welche Methoden Ihnen angeboten werden, ermittelt Google automatisch, manchmal sind mehrere nötig:

  • Telefon oder SMS: Der Code kommt nur an, wenn Sie unter der geschäftlichen Nummer erreichbar sind.
  • E-Mail: an die Adresse, die bei der Bestätigung angezeigt wird.
  • Live-Videoanruf: nur zu Ihren Öffnungszeiten und vor Ort. Zeigen Sie Straßenschild oder Umgebung, Ihre Ausstattung und dass Sie Zugang zu Bereichen haben, die nur Mitarbeitenden offenstehen.
  • Postkarte: Die meisten Codes kommen innerhalb von 14 Tagen und laufen nach 30 Tagen ab. Ändern Sie in der Wartezeit weder Name noch Adresse noch Kategorie und fordern Sie keinen neuen Code an.

Danach prüft Google Ihre Angaben, laut Hilfeseite bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Manchmal geht es sofort, zum Beispiel wenn Ihre Website in der Google Search Console bestätigt ist.

Schritt 3: Name, Kategorie und Beschreibung

Name: Verwenden Sie den Namen, den Sie auch auf Schild, Website und Briefpapier führen. Slogans, Ortsangaben, Leistungen oder Telefonnummern im Namen sind laut Google-Richtlinien nicht erlaubt und können zur Sperrung führen. Also „Tischlerei Muster“ und nicht „Tischlerei Muster Küchen Osnabrück“.

Kategorie: Wählen Sie so wenige Kategorien wie möglich und so präzise wie möglich. Google empfiehlt Kategorien, auf die der Satz „Dieses Unternehmen IST …“ zutrifft, nicht „Dieses Unternehmen HAT …“. Kategorien sind keine Keywords.

Beschreibung: Bis zu 750 Zeichen, ohne Links und HTML. Laut Google geht es um Informationen zum Unternehmen, nicht um Aktionen, Preise oder Angebote. Mein Tipp: Nennen Sie im ersten Satz, was Sie tun und wo, zum Beispiel „Meisterbetrieb für Badsanierung in Osnabrück und im Landkreis“.

Schritt 4: Fotos und Videos

Logo, Titelbild und Fotos von Außenansicht, Team, Räumen und Arbeit machen das Profil vollständig. Die Anforderungen von Google:

  • Fotos: JPG oder PNG, 10 KB bis 5 MB, empfohlen 720 × 720 Pixel, mindestens 250 × 250 Pixel, scharf, gut ausgeleuchtet und ohne starke Filter.
  • Videos: höchstens 30 Sekunden, bis 75 MB, mindestens 720p.

Sichtbar werden Fotos erst nach der Bestätigung, und es kann 24 bis 48 Stunden dauern, bis sie im Profil erscheinen. Ein Titelbild ist laut Google keine Garantie dafür, dass es als erstes Bild angezeigt wird.

Schritt 5: Leistungen und Öffnungszeiten

Unternehmen in bestimmten Kategorien, zum Beispiel Dienstleister, können ihre Leistungen direkt im Profil zeigen, in Gruppen sortiert und mit Beschreibung und Preis. Preise oder Telefonnummern gehören dabei nicht in die Bezeichnung einer selbst angelegten Leistung.

Tragen Sie die regulären Öffnungszeiten ein und für Feiertage oder Betriebsferien besondere Öffnungszeiten. Arbeiten Sie nur nach Vereinbarung, sieht Google keine Öffnungszeiten vor.

Schritt 6: Beiträge veröffentlichen

Mit Beiträgen informieren Sie direkt im Profil über Neuigkeiten. Es gibt drei Arten: Aktuelles, Angebote mit Titel und Zeitraum und Veranstaltungen mit Start und Ende. Beiträge lassen sich planen und wiederholen, zum Beispiel wöchentlich. Ohne Zeitraum werden sie nach sechs Monaten archiviert. Google prüft jeden Beitrag, Beiträge mit Telefonnummer im Text werden unter Umständen abgelehnt. Gute Anlässe sind ein abgeschlossenes Projekt, ein neues Teammitglied oder geänderte Öffnungszeiten.

Schritt 7: Bewertungen sammeln, aber richtig

Google empfiehlt, Kunden per Link oder QR-Code an eine Rezension zu erinnern und auf Rezensionen zu antworten, kurz, freundlich und ohne private Daten. Eine Mischung aus positivem und negativem Feedback wirkt laut Google oft vertrauenswürdiger. Die Regeln dazu stehen in der Richtlinie zu gefälschten Interaktionen:

Erlaubt

  • Alle Kunden um eine Rezension bitten
  • Link oder QR-Code verschicken
  • Auf jede Rezension sachlich antworten
  • Unangemessene Rezensionen melden

Nicht erlaubt

  • Rabatte, Geschenke oder Geld als Gegenleistung
  • Nur zufriedene Kunden gezielt fragen
  • Kunden vor Ort unter Druck setzen
  • Inhalte vorgeben oder Quoten für Mitarbeitende
  • Rezensionen von Mitarbeitenden, Familie oder über Mitbewerber

Verstöße werden entfernt, und Google kann Profile einschränken. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen sind deshalb kein Abkürzungsweg, sondern ein Risiko.

Zusammenspiel mit Ihrer Website

Profil und Website stützen sich gegenseitig. Google kann laut seinen Richtlinien Kategorien auch aus den Informationen auf Ihrer Website herleiten, und eine in der Search Console bestätigte Website kann die Bestätigung beschleunigen. Achten Sie auf drei Dinge:

  • Gleiche Angaben: Name, Adresse und Telefonnummer stehen auf Website, Profil und in Verzeichnissen in derselben Schreibweise.
  • Passende Zielseite: Das Profil verlinkt auf die Seite, die Ihren Standort und Ihre Leistungen zeigt, keine Weiterleitung auf Social Media.
  • Rückweg: Die Website verlinkt auf Ihr Profil, etwa im Kontaktbereich, damit Besucher Bewertungen und Anfahrt finden.

Ein Beispiel ist das Google-Unternehmensprofil von Kernflow. Zu jeder Website, die ich baue, gehören Hinweise für Ihr Google-Unternehmensprofil, damit beides zusammenpasst. Mehr dazu unter Webdesign Osnabrück.

Bing Places und Apple Business

Nicht alle suchen über Google. Zwei weitere Einträge lohnen sich, gerade wenn das Google-Profil schon steht:

  • Bing Places for Business ist laut Microsoft kostenlos und bringt Ihren Eintrag in die Bing-Suche und auf Bing Maps. Seit Oktober 2025 liegt es unter bing.com/forbusiness, ein bestehendes Google-Unternehmensprofil lässt sich importieren, inklusive Name, Öffnungszeiten und Kontaktdaten.
  • Apple Business, früher Apple Business Connect: Hier beanspruchen Sie Ihren Standort in Apple Karten und ergänzen Öffnungszeiten, Fotos und Logo, sichtbar auch über Siri. Apple hat das Werkzeug 2023 als kostenlos vorgestellt; die aktuelle Seite ist business.apple.com.

Häufige Fragen zum Google-Unternehmensprofil

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Nichts. Laut Google sind die Erstellung eines Unternehmensprofils und die Präsentation des Eintrags auf Google kostenlos.

Wie lange dauert die Bestätigung?

Nach den Bestätigungsschritten prüft Google die Angaben laut Hilfeseite bis zu fünf Arbeitstage, selten länger. Bei der Bestätigung per Postkarte kommen die meisten Codes innerhalb von 14 Tagen.

Ich arbeite von zu Hause aus. Muss meine Adresse sichtbar sein?

Nein. Wenn Kunden nicht zu Ihnen kommen, legen Sie ein Einzugsgebiet fest und blenden die Adresse aus. Google sieht das genau so für Unternehmen ohne Ladengeschäft vor.

Darf ich Kunden um eine Bewertung bitten?

Ja, zum Beispiel per Link oder QR-Code. Nicht erlaubt sind Anreize wie Rabatte oder Geschenke, gezielte Bitten nur an zufriedene Kunden, Druck vor Ort und Vorgaben zum Inhalt.

Wie viele Kategorien sollte ich wählen?

So wenige wie möglich und so präzise wie möglich. Google rät zu Kategorien, auf die der Satz „Dieses Unternehmen IST …“ zutrifft.

Hilft Kernflow beim Google-Unternehmensprofil?

Zu jeder Website von Kernflow gehören Hinweise für Ihr Google-Unternehmensprofil, damit Profil und Website zusammenpassen. Legen Sie das Profil am besten mit Ihrem eigenen Google-Konto an, damit es Ihnen gehört.

Über den Autor

Felix Kröger, Inhaber von Kernflow
Felix Kröger Inhaber von Kernflow · Osnabrück

Ich baue Websites für Betriebe aus Osnabrück und Umgebung und achte dabei darauf, dass Website und Google-Profil zusammen gefunden werden. Diese Anleitung fasst die offiziellen Google-Hilfeseiten für die Praxis zusammen. Mehr über mich

Quellen

  1. Google: Unternehmensprofil (Übersicht und FAQ) (abgerufen am 26.10.2026)
  2. Google-Hilfe: Für ein Unternehmensprofil registrieren
  3. Google-Hilfe: Unternehmen bei Google bestätigen
  4. Google-Hilfe: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google
  5. Google-Hilfe: Unternehmensprofil bearbeiten
  6. Google-Hilfe: Fotos und Videos in Ihrem Unternehmensprofil verwalten
  7. Google-Hilfe: Dienstleistungen in Ihrem Unternehmensprofil verwalten
  8. Google-Hilfe: Beiträge in Ihrem Unternehmensprofil erstellen und verwalten
  9. Google-Hilfe: Tipps für mehr Rezensionen
  10. Google Maps: Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte (gefälschte Interaktionen)
  11. Microsoft Bing Blog: Introducing the New Bing Places for Business (03.10.2025)
  12. Apple Business und Apple Newsroom: Introducing Apple Business Connect (11.01.2023)

Stand: Oktober 2026. Google-Hilfeseiten abgerufen am 26.10.2026; Menüs und Funktionen können sich ändern.

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